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Die Muthöfe

Im ältesten Urbar von Schloss Tirol, welches z.Z. Meinhards II. im Jahr 1285 niedergeschrieben wurde und in dem die Leistungen und Zinsabgaben der einzelnen Höfe an den Landesfürsten auf Schloss Tirol angeführt werden, finden wir eine dichte, ganzjährigen Besiedlung auch höher gelegener Gegenden, die später nur mehr als Alm genutzt wurde. So wird z.B. "datz Sprontz" als ein Schweighof angeführt (= ganzjährig bewirtschafteter Milchhof) der jährlich 300 Stück Käse zinsen musste.

Auch die heutige Leiteralm wurde damals ganzjährig bewirtschaftet, sie nannte sich "in Clamisse" und es gab dort gleich zwei Schweighöfe mit entsprechenden Abgaben.

Auf den Hängen der Mut finden wir folgende Schweighöfe eingetragen:
  1. die heutige Hochmuth, das dem alten Dorf Tiroler Adelsgeschlecht der "Suppan" gehörte, bevor sie es dem Landesfürsten verkaufen mussten. (Die Suppan erbauten vor 1237 die Zenoburg und treten 1269 auf der Brunnenburg auf) Die Hochmuther mussten 300 Stück Käse (Mit je 1 - 1,5 kg Gewicht) oder an dessen Stelle 15 Pfund in Geld bezahlen, dazu 50 Mutt Roggen, ein Lamm oder Jungschwein und einen großen Käselaib zinsen.
  2. Die Mittermut (Wegleit, später Wenner) ein Hof der zuvor einem Burggrafen von Schloss Tirol gehörte und der wie alle Schweighöfe 300 Käse an den Landesfürsten abzuliefern hatte.
  3. Der "rote burggraven", das ist der heutige Talbauer, der offensichtlich auch im Besitz des Schlosses "Tiroler Burggrafen" war. Letzteres hatte Graf Meinhard II. mit einem Fuder Wein aus Weinbergen in Lana und 20 Mark Geld erworben. Der Hof musste die üblichen 300 Käse jährlich nach Schloss Tirol zinsen.
  4. Der Hof auf Untermut gehörte also dem Ministerialengeschlecht der Fuchsel auf Dorf Tirol, die Burg Auer errichteten und 1288 an Graf Meinhard verkauften.
Auch der Hof der Untermut hatte das Geschlecht der Fuchsel vor 1285 ihrem Grafen abtreten müssen.

In den Urkunden finden wir immer wieder auch Inhaber der Muthöfe erwähnt, so z.B. beim Talbauer 1317 "Jacob ab Mut auz dem Tal" und 1330 "Eblinus de Mut et Brididam uxor sua" (= Eblin = Albert und seine Frau Brigitte).

Wie man also sieht gehen alle erwähnten Muthöfe auf das Mittelalter zurück, sie waren auch damals nur zu Fuß bzw. mit Saumtieren zu erreichen und lebten vorwiegend vom Heu-, Alm- und Milchwirtschaft.

Wie aus einem Urbar von 1388 hervorgeht, wurde auch der Oberfarmer damals zu den Muthöfen gezählt und hatte zudem noch weiteres Gut auf der Mut inne:

Hier wird auch der Mahdpfennig erwähnt, vermutlich für das Recht auf den der Waldgrenze gelegenen Mähdern heuen zu dürfen.


 
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