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Brote, Semmeln, Gebäck stellen wir in unserer Backstube selber her.
Wer das nur aus dem Supermarkt kennt, der wird bei uns ein völlig neues Geschmackserlebnis
haben! Aber schaun wir doch mal, wie aus wenigen Zutaten die bekannten würzigen
Vinschgauer Fladen entstehen: |
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| Heute backen wir Vinschgauer Fladen, die berühmte Südtiroler Brotspezialität | |
 | Nein wir fangen nicht mit dem Mehl an, sondern mit dem Ofen.
Denn der muß schon morgens in der Früh mit Holzfeuer angeheizt werden.
Es dauert sehr lange bis die zum Brotbacken nötige "Betriebstemperatur" erreicht wird. |  |
Nun kümmern wir uns um das Mehl! Es ist eine Mischung aus dem hellen
Weizenmehl und kräftigem, dunklen Roggen-Vollkornmehl, das dem Vinschgerl seine
charakteristische Farbe und Geschmack verleiht. |
 | Dann das Wichtigste: Die Gewürze - viel Kümmel, Brotklee (Abbildung)
und noch ein paar Gewürze, die wir aus Gründen der strikten Geheimhaltung an dieser
Stelle nicht erwähnen möchten ;=) |  |
Nun kommt das Mehl zusammen mit den Gewürzen in das Rührwerk und
wird innig damit vermischt. |
 | Damit der Teig auch "gehen" kann, wird diesem nun ein wenig Hefe zugegeben.
Diese muß vorher mit Wasser verdünnt werden, um sich auch perfekt mit dem Mehl zu
vermischen. |  |
Natürlich darf auch der Sauerteig nicht fehlen. Denn sonst würde
der Vinschgerl eher "fad" schmecken. |
 | Unter ständigem Umrühren wird dem noch etwas trockenen,
bröseligen Teig immer wieder etwas Wasser hinzugegeben, solange bis dieser... |  |
... eine ganz bestimmte "teigige" Konsistenz annimmt. Auf gar keinen Fall
darf der Teig noch Klumpen enthalten. |
 | Wenn der Teig dann richtig sähmig ist und schon erste Blasen zeigt, dann kann
er auf die vorher mit Mehl ausgestreute Holzform gegeben werden. |  |
Dort muß er dann 1-2 Stunden lang "gehen": Lufteinschlüsse, die beim
Gärungsprozeß entstehen sorgen für einen besonders lockeren Teig und lassen sein
Volumen deutlich ansteigen. |
 | Mit einem runden "Spezialinstrument" werden immer wieder kleine, etwa
tennisballgroße Stücke dem Teig entnommen und jeweils zwei davon zu einem
"Rohvinschgerl" zusammengefügt... |  |
... und auf großen Paletten in ein passendes Regal geschoben.
Diese Paletten bestehen aus Holzbrettern, die mit einem Leinentuch abgedeckt und mit Mehl
bestäubt sind. Dort müssen die Vinschgerl noch ein wenig "gehen". |
 | Nun muß der Ofen geputzt werden. Also restliche Glut und die Asche entfernen.
Hier kommt ein weiteres Spezialgerät zum Einsatz, denn das Innere des Ofens hat
mittlerweile eine Temperatur von 200-250°C. |  |
Und das ist das Innere des Ofens. Links sehen wir abgetrennt schon die Holzscheite
aus trockenem Birkenholz. Diese werden entzündet und halten die Temperatur im Ofen konstant.
Nebenbei ist es ganz praktisch, daß es im Ofen dann auch hell genug ist, um den Backvorgang
genau zu beobachten. |
 | Direkt neben dem Ofen warten die Vinschgerl, die inzwischen durch ihr Eigengewicht
ihre typische Fladenform angenommen haben, auf ihre Vollendung. |  |
Geschickt befördert unser Fritz die Teigfladen mit einer speziellen Holzschaufel
in den heißen Steinofen. |
 | Der Backvorgang: Da macht das Zuschauen schon Spaß, wie aus den unscheinbaren
Teigfladen in der unglaublich kurzen Zeit von nur 10-15 Minuten die köstlichen dunkelbraunen
Vinschgerl entstehen. |  |
Aufmerksam beobachtet Fritz die Farbe der Brotkruste und "fischt" diejenigen Fladen
heraus, die gerade fertig sind. Ist wie beim Grillen: Jedes Teil wird "individuell" behandelt. |
 | Hmmmmmm!!! Genüßlich schnuppert Karin an den frischen und noch warmen
Vinschgerln. Denn Qualitätssicherung muß sein, und ihrer unbestechlichen "Supernase"
entgeht nicht der geringste Fehler. Nun müssen unsere Vinschgerl noch einen Tag lang
"reifen", bis sie ihren vollen Geschmack entfalten können. | |