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Die MuthöfeIm ältesten Urbar von Schloss Tirol, welches z.Z. Meinhards II. im Jahr 1285 niedergeschrieben wurde und in dem die Leistungen und Zinsabgaben der einzelnen Höfe an den Landesfürsten auf Schloss Tirol angeführt werden, finden wir eine dichte, ganzjährigen Besiedlung auch höher gelegener Gegenden, die später nur mehr als Alm genutzt wurde. So wird z.B. "datz Sprontz" als ein Schweighof angeführt (= ganzjährig bewirtschafteter Milchhof) der jährlich 300 Stück Käse zinsen musste. Auch die heutige Leiteralm wurde damals ganzjährig bewirtschaftet, sie nannte sich "in Clamisse" und es gab dort gleich zwei Schweighöfe mit entsprechenden Abgaben. Auf den Hängen der Mut finden wir folgende Schweighöfe eingetragen:
In den Urkunden finden wir immer wieder auch Inhaber der Muthöfe erwähnt, so z.B. beim Talbauer 1317 "Jacob ab Mut auz dem Tal" und 1330 "Eblinus de Mut et Brididam uxor sua" (= Eblin = Albert und seine Frau Brigitte). Wie man also sieht gehen alle erwähnten Muthöfe auf das Mittelalter zurück, sie waren auch damals nur zu Fuß bzw. mit Saumtieren zu erreichen und lebten vorwiegend vom Heu-, Alm- und Milchwirtschaft. Wie aus einem Urbar von 1388 hervorgeht, wurde auch der Oberfarmer damals zu den Muthöfen gezählt und hatte zudem noch weiteres Gut auf der Mut inne: Hier wird auch der Mahdpfennig erwähnt, vermutlich für das Recht auf den der Waldgrenze gelegenen Mähdern heuen zu dürfen. |
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